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Verlage A-Z
Komponist: Reger, Max (1873-1916) 
Artikelart: NOTEN
Besetzung: Chor und Orchester
Anlass: Tod / Begräbnis / Requiem
Ausgabenart:Studienpartitur
Verlag:Musikproduktion Höflich
Verlag-Nr.: MPH279
Bestellnummer:  BM164882
Auslieferbar: in 2 bis 7 Werktagen info

20,00 €

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Reger, Max (1873-1916)

Der Einsiedler op. 144a / Requiem op. 144b (Studienpartitur)

2 Gesänge op. 114

»Der Einsiedler« op. 114a (p. 1-33)
für Bariton, fünfstimmigen gemischten Chor und Orchester (1914-15)
auf eine Dichtung von Joseph von Eichendorff (1788-1857)

Requiem »Seele, vergiß sie nicht« op. 144b (p. 3-37)
für Altsolo, gemischten Chor und Orchester (1914-15)
auf eine Dichtung von Friedrich Hebbel (1813-63)

Vorwort
Nach dem seinerzeit vom Verlag Lauterbach & Kuhn abgelehnten Gesang der Verklärten op. 71 (1903, Text von Busse) und direkt im Anschluß an den gigantischen 100. Psalm op. 106 (vollendet am 22. Juni 1909) waren Die Nonnen op. 112 (vollendet am 7. August 1909, Text von Martin Boelitz) das dritte großangelegte chorsymphonische Werk Max Regers, denen dann noch Die Weihe der Nacht op. 119 (1911, Text von Friedrich Hebbel), ein unvollendet gebliebenes lateinisches Requiem (1914) sowie die beiden hier erstmals in einer gemeinsamen Studienpartitur vorgelegten Werke op. 144, Der Einsiedler op. 144a und das Requiem op. 144b ‘Seele, vergiß sie nicht’, folgten.

Laut Auskunft seiner Frau Elsa hatte Max Reger schon 1909 vor dem drohenden "Weltenbrand" gewarnt. Als der Erste Weltkrieg ausbrach, erwies er sich als vehementer Patriot, ersuchte sofort um Einberufung und wurde am 18. August 1914 zu seiner Verbitterung als "total untauglich nach Hause geschickt". 
Also leistete er seinen Tribut in Form der "dem deutschen Heere" gewidmeten Vaterländischen Ouvertüre op. 140. Am 14. Oktober 1914 schrieb Max Reger an seinen Schüler Hermann Grabner (1886-1969): "Hoffentlich bilden Sie recht viele brave Soldaten für diesen, für unsere Gegner so schmachvollen Krieg aus. Es ist unerhört, mit welcher Niederträchtigkeit und Gemeinheit dieser Krieg von England herbeigeführt und seit langer Zeit vorbereitet worden ist! — Ich arbeite an einem 'Requiem' für Soli, Chor, Orchester und Orgel 'Dem Andenken der in diesem Kriege gefallenen Helden gewidmet!'"

Die Witwe berichtet (in Elsa Reger. Mein Leben mit und für Max Reger, Leipzig 1930): "Reger schrieb auch im Winter 1914 sein Requiem, das er selber niemals hören sollte […] Ein ergreifendes Werk, in welches auch wieder sein Lieblingschoral 'Wenn ich einmal soll scheiden' klingt." Die hierfür von Reger verwendete Dichtung Friedrich Hebbels wurde schon früher von prominenter Seite vertont. So schreibt Carl Maria Cornelius (in Peter Cornelius, Band I, Regensburg 1925): "Als Hebbel am 13. Dezember 1863 gestorben war, setzte Cornelius zur stillen Feier sein Requiem 'Seele, vergiß sie nicht, Seele, vergiß nicht die Toten' in Musik, eines seiner tiefsten Tonwerke und zugleich ein ergreifendes Erinnerungszeichen seiner Liebe für den großen Toten." (Die Studienpartitur zu Cornelius’ Requiem findet sich in der Sammlung seiner Werke für gemischten Chor, Repertoire Explorer Studienpartitur Nr. 152.) Auch Reger selbst hatte das Hebbelsche Requiem 1904 schon einmal vertont: als der Basler Liedertafel und Hermann Suter gewidmetes letztes Stück seiner zehn Gesänge für Männerchor a cappella op. 83.

Um dieselbe Zeit wie das Hebbel-Requiem entstand auch Der Einsiedler nach Eichendorff. Am 19. Juli 1915 schrieb Reger aus Jena an Anna Erler-Schnaudt: "Op. 136, Hymnus der Liebe für Bariton oder Altsolo mit Orchester, erscheint erst nach dem Kriege; nach dem Kriege erscheint auch Op. 144, Der Einsiedler für Baritonsolo, gemischten Chor und Orchester." Und am 9. August 1915 ließ er Karl Straube wissen: "Ich habe soeben meine Beethoven-Variationen für Orchester instrumentiert. Vier Variationen habe ich weggelassen! In Bälde gehe ich ans Klarinettenquintett. Den Klavierauszug vom 'Einsiedler' hab ich fertig. Ich muß diese Partitur nochmals genau durchgehen! Ich arbeite jetzt am Requiem […]" 
Am 8. September 1915 schließlich teilte er dem Verlag Simrock mit: "Ich habe nun zwei Chorwerke (Der Einsiedler und Requiem) fertig. Ich glaube sagen zu dürfen, daß diese beiden Chorwerke mit das Schönste sind, was ich je geschrieben habe."
Max Reger vollendete die Partitur des Einsiedler op. 144a laut autographem Eintrag am 15. Juli 1915 in Jena, diejenige des Requiem op. 144b am 25. August ebendort. Den Einsiedler widmete er "dem hochverehrlichen 'Bach-Verein Heidelberg' und seinem ausgezeichneten Dirigenten Herrn Geheimrat, Generalmusikdirektor, Professor Dr. Philipp Wolfrum", das Requiem hingegen wurde "dem Andenken der im großen Kriege gefallenen Helden gewidmet". Zur postumen Uraufführung kamen beide Werke gemeinsam in der vorgegebenen Reihenfolge am 16. Juli 1916 bei der Reger-Gedächtnisfeier des Bach-Vereins zu Heidelberg unter Philipp Wolfrum (1854-1919). Im selben Jahr erschienen die zwei Werke Opus 144 beim Berliner Verlag N. Simrock separat im Druck. 1925 wurde das Requiem op. 144b zudem in Wien als Philharmonia-Taschenpartitur Nr. 284 herausgegeben (dort sollte auch Der Einsiedler erscheinen, wozu es jedoch nicht gekommen ist).
Christoph Schlüren, 2004.

Aufführungsmaterial ist vom Verlag C. F. Peters, Frankfurt zu beziehen.

Nachdruck eines Exemplars der Musikbibliothek der Münchner Stadtbibliothek, 2004.

 

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