Was bleibt? Peter Gülke fasst die Fülle seines Lebens als Schriftsteller, Musiker, Musikwissenschaftler und als politisch denkender Zeitgenosse in pointierten Betrachtungen zusammen. Als kritischer Zeuge eines ganzen Jahrhunderts nimmt er die Leser mit ins Gewimmel kultureller und gesellschaftlicher Entwicklungen, lässt sie aber in gewohnt dichter und sprachlich virtuoser Form auch an seinen Erfahrungen und Erkenntnissen im Umgang mit Musik, Literatur und Kunst teilhaben. Sein schonungsloser Bericht über das eigene Altern und den Tod wichtiger Menschen zeugt von großer Aufrichtigkeit, die sein gesamtes Schaffen und Wirken durchzieht.
Peter Gülke entwirft ein Mosaik aus musikalischen Werkporträts, Erinnerungen an bedeutende Musikerinnen und Musiker und Weggefährten, Schilderungen persönlicher Erfahrungen aus der Nazi- und Kriegszeit sowie aus den Jahren in der DDR und später der BRD, Gedanken über Literatur und Bildende Kunst und nicht zuletzt die Conditio humana.
„Dass Rechenschaft zu gewissenhaft gelebtem Leben gehört; das Schreiben ist neben Musizieren zur Elementarbeschäftigung geworden.“ Peter Gülke
Peter Gülke ist Träger des „Nobelpreises für Musik“, des Ernst von Siemens Musikpreises, des Sigmund-Freud-Preises für wissenschaftliche Prosa, des Ordens Pour le mérite für Wissenschaften und Künste. Er ist Dirigent, Musikwissenschaftler und Musikschriftsteller.
- "Ad usum proprissimum"
- Fausts Morgenwäsche
- Ein alter Mann sitzt am Schreibtisch
- "Was ist Wahrheit?"
- Abraham-Lincoln-, früher Adolf-Barthels-Straße 4
- Walther von Goethe: Enkel im Widerstand
- Weil er nie drüber gesprochen hat
- Klein-Doofie aus Thangelstedt
- Muss man immer ein Urteil haben?
- Weshalb flog das Andante favori raus?
- Feuriger Busch – ASzp 26
- Während ich schreibe, vergess’ ich gern
- Traurig blinder Fleck: Adorno und der Osten
- Der Fremde, Andere
- Altersradikalismus? Bachs Goldberg-Variationen Elise
- Gudrun Volkert
- Durch das Vergessen wird die Zeit erträglich
- Johann Ernst, oder: Was ist an Musik jung, was nicht?
- Nächtliche oder frühmorgendliche Inspirationen
- Im Schatten zweier Tode: Alban Bergs Violinkonzert
- Sie war schon unterwegs
- Heidrun Siegel
- Auswendig – inwendig
- Weshalb, für wen schreibend? Péter Esterházy
- "Soave sia il vento."
- "Werde mir Zeuge, du Stein"
- "Vom Nachteil, geboren zu sein"
- Schwieriger Atheismus
- Wes’ Brot ich ess, des’ Lied ich sing
- "Sie konnten zusammen nicht kommen": eine deutsch-deutsche Geschichte
- Stechlin-Tagebuch I, Juni 2020
- Grüne Kachel
- Verkannte Treue: Schönbergs Klavierstück op. 11 Nr.?2
- "Vieles Gewaltige lebt, doch nichts ist gewaltiger als der Mensch"
- "Spätwerk" mit 35: Mozarts letztes Klavierkonzert
- Auf Ehre und Gewissen: Sie war da!
- Saint-Exupéry: Angestrengte Humanität
- Martin
- Dvoráks Singularitäten
- Barbara
- Dietrich Fischer-Dieskau
- Turners und Monets gegenstandsferne "Musik"
- "Irgendwo ein Vorzüglichstes"
- Schlicht an der Spitze: Peter Schreier
- "Bitte nicht berühren." Bitte manchmal doch!
- "Et lux aeterna luceat eis."
- Treue, stachlige Freundschaft: Peter Benary
- Konsequent offenes Kunstwerk: Histoire du soldat
- "Und die findigen Tiere merken es schon, dass wir nicht verlässlich zu Haus sind in der gedeuteten Welt"
- Am Stiel eines Gedankens herunterklettern?
- London, 4. Mai 1795: "Dr. Haydns Night"
- Zwischen-Fall?
- Au revoir, Generation Dankeschön
- Wir nannten ihn "Waldi"
- Kumpanei von Übermenschen
- "Moi un autre"
- Leiden als Bedingung, wo nicht Urgrund von Kreativität
- Glücksfall Leben
- Schrebby
- "Wir haben keine Anfänge mehr."
- Peter Ruzickas siebentes Quartett
- Arno – auch er!
- "Mäntelchen umhängen"
- Beethovens Dankgesang
- Bündnisse von Alter und Schwerhörigkeit reichen weit
- Innere Gleichgewichte
- Prämortale Bescheidenheit
- Stechlin-Tagebuch II, Oktober 2021
- Hinter den ergrauten Schleusen
- Unsere kleine, unentbehrliche, saudumme Ewigkeit belagert mich weiter
- Descartes als Sprungbrett
- 91 Jahre mal 365 Tage mal 24 Stunden mal 60 Minuten mal 60 Sekunden
- Bad Krozingen
- "Mo. 10 Uhr Probe, 19 Uhr Probe; Di. 10 Uhr Probe, 19 Uhr Probe"
- Gestern, 15. August ’21, in Rheinsberg die letzte Fidelio-Vorstellung
- George Alexander Albrecht
- Gorbatschow gestorben, Elisabeth II. gestorben
- Unter den vier Großen der Wiener Klassik
- Editha
- Nicht er suchte die Themen, sie suchten ihn: Jan Assmann
- Vielleicht Esther
- Zeremonien verkäuflich?
- Das letzte Bild
- Schattenrisse
- Gert Ulbricht
- Nach mehr als 50 Jahren: Brahms’ d-Moll-Klavierkonzert
- Lyonel Feiningers, Caspar David Friedrichs stille "Kathedralität"
- Ausgehend von Ockeghems Requiem
- Tage-Bücher?
- Capriccio zur zweifach aufgehobenen Vergäng lichkeit der Musik
- "Die, die du gekannt hast, gibt’s nicht mehr."
- 14. Mai 1955: Thomas Mann in Weimar
- Fertig nie
- Zähe, resistente Arglosigkeit: Wolfgang Marggraf
- Sie können’s nicht lassen
- Hier und drüben und dazwischen
- Aribert Reimann ist gestorben
- Jon Fosse: Morgen und Abend
- 1. September 2024, oder: Unsere gehätschelte Verblödung
- Auch Du, großer Freund! Wolfgang Rihm ist tot
- Altersvergünstigung
- Canaletto, selbst wenn nicht so gemeint
- Doppeltgänger / Doppelgänger
- Alfred Brendel ist tot
- "Als wär’s ein Stück von mir": Tschaikowskys Pathétique
- Letzter Wille in Grenzen: Max Brod sei Dank
- Erster, zugleich letzter Satz: Das Adagio aus Mahlers Zehnter Sinfonie
- "Versteht Er nicht, wenn eine Sach’ ein End’ hat?"
- Dank
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