Besetzung: Solo A/Bar, Coro SSAATTBB, Org
Sprache: deutsch
Dauer: 14 min
Tonart: d-Moll
„… mit das Schönste, was ich je geschrieben habe“, so äußerte sich Max Reger 1915 zu seinem letzten vollendeten Chorwerk, Requiem. Eine Besonderheit: Zugrunde liegt nicht der liturgische Text, sondern Friedrich Hebbels gleichnamiges Gedicht. Der Gedanke der ewigen Ruhe schwingt auch hier mit, jedoch in abgewandeltem Sinn: Angesprochen wird die eigene Seele – sie soll die Toten nicht vergessen, denn nur dann sind sie umgeben von „den heiligen Gluten“ der Liebe. Verliert sich jedoch die Erinnerung, ergreift die Verstorbenen „der Sturm der Nacht“. Eindringlich geht Reger in seiner Vertonung diesen kontrastierenden Sphären nach.
Die Originalbesetzung erfordert ein großes romantisches Orchester und einen entsprechend großen Chor. Deshalb wird das Werk bislang eher selten aufgeführt, gegebenenfalls unter ersatzweiser Verwendung von Regers Klavierauszug (Carus 52.943/00). Die Orgelbearbeitung von Max Beckschäfer schafft Abhilfe: Sie bezieht die Orchesterpartitur ein und ermöglicht es erstmals, Regers Requiem in reduzierter Besetzung nahe dem Original und seiner Farbigkeit aufzuführen.