Der sechste Band der Abteilung Orgelwerke umfasst in chronologischer Folge die zwischen April 1902 und ca. Frühsommer 1903 in München entstandenen Orgelstücke Max Regers. Bei den in den Bänden I/5-7 präsentierten Opera handelt es sich, abgesehen von den Werken ohne Opuszahl, um Sammlungen von Charakterstücken, die zwar nicht zyklisch, aber dennoch planvoll angeordnet sind. Sie vereinen vorwiegend mittelschwere Kompositionen Regers, die sowohl in dem Bedürfnis nach Ausgleich zu seinen groß dimensionierten Werken als auch mit Blick auf den Musikalienmarkt entstanden.
Seit Januar 2008 entsteht im Max-Reger-Institut (MRI) in Karlsruhe erstmals eine wissenschaftlich-kritische Ausgabe von Werken Regers (RWA). Sie umfasst drei Bereiche von Regers Schaffen: Orgelwerke, Lieder und Chöre sowie zum ersten Mal Bearbeitungen von Werken anderer Komponisten. Zu Beginn wurden sieben Bände mit Orgelwerken vorgelegt, deren Neuausgabe von vielen Seiten schon lange erwartet wurde.
Rhapsodie op. 65 ,1
Präludium und Fuge d-Moll op. WoO IV/10
Präludium op. 69 ,1
Präludium und Fuge E-Dur op. 56 ,1
Postludium d-Moll op. WoO IV/12
Pastorale op. 65 ,3
Capriccio op. 65 ,2
Consolation op. 65 ,4
Improvisation op. 65 ,5
Fuge op. 65 ,6
Präludium op. 65 ,7
Fuge op. 65 ,8
Canzone op. 65 ,9
Scherzo op. 65 ,10
Toccata op. 65 ,11
Fuge op. 65 ,12
Fuge op. 69 ,2
Basso ostinato op. 69 ,3
Moment musical op. 69 ,4
Capriccio op. 69 ,15
Toccata op. 69 ,6
Fuge op. 69 ,7
Romanze Org op. 69 ,8
Präludium op. 69 ,9
Fuge op. 69 ,10
Präludium und Fuge d-Moll op. 56 ,2
Präludium und Fuge G-Dur op. 56 ,3
Präludium und Fuge C-Dur op. 56 ,4
Präludium und Fuge h-Moll op. 56 ,5
Gattungen: freie Orgelmusik
Gesamt- und Werkausgaben: Max-Reger-Werkausgabe
Herausgeber/in: Alexander Becker, Christopher Grafschmidt, Stefan König, Stefanie Steiner-Grage
.. Selten nimmt man Bände derartiger Vorhaben mit solch neugieriger Erwartung in die Hand und stellt sie nach gründlichem Studium so befriedigt ins Notenregal wie diejenigen der Orgelwerke Regers. ... die Editoren haben die Latte sehr hoch gelegt, streben sie doch eine den Intentionen Regers ohne jegliche Abstriche folgende, zugleich aber eine dem Instrument mit seinen vielfältigen baulichen und technischen Implikationen gerecht werdende moderne Wiedergabe der Kompositionen an. Dazu kommt die vollständige historisch-kritische Erschließung und Kommentierung der Quellen. Auch bei den jüngst erschienenen Bänden ist dieses Ziel perfekt erreicht worden. ...
Ulrich Konrad, Musica Sacra, Juni-Juli 2014