- Erste Urtext-Edition von Fanny Hensels „Ostersonate“
- Lesefreundliche Notengrafik mit praktischen Wendestellen
Noch 1972 als Klaviersonate Felix Mendelssohn Bartholdys von Éric Heidsieck eingespielt, konnte das Werk erst 2010, fast 200 Jahre nach seiner Entstehung 1828, durch die Musikwissenschaftlerin Angela Mace zweifelsfrei seiner Schwester Fanny Hensel zugeschrieben werden. Bärenreiter legt hier die erste Urtext-Ausgabe der „Ostersonate" vor. Sie beruht auf dem lange Zeit unerreichbar in Privatbesitz befindlichen Autograph, das heute Teil der Robert Owen Lehman Collection ist.
Der erste Band der Ausgabe enthält die kritische Edition der Sonate, ergänzt um einen ausführlichen Kritischen Kommentar (engl.). Der zweite Band bietet eine vollständige und farbige Faksimile-Reproduktion von Fanny Hensels Autograph. Beide Bände lassen sich zu Studienzwecken praktisch nebeneinanderlegen. Herausgeberin ist Marie Rolf, emeritierte Professorin für Musiktheorie an der Eastman School of Music der University of Rochester. Das Vorwort (engl./dt.) des renommierten Mendelssohn-Spezialisten R. Larry Todd informiert über die spannende Geschichte des Werks und seine Wiederentdeckung.
In vier Sätzen wechselt die „Ostersonate“ zwischen zweien (1 und 3), die relativ frei von außermusikalischen Einflüssen sind, und zwei weiteren (2 ind 4), die sich enger auf Kreuzigung und Auferstehung Christi beziehen.